VfL Michelstadt – TSV Seckmauern II 2:0 (0:0)
Tore: 1:0 Gürtler (88.), 2:0 Adrian (90.+2)
Schiedsrichter: Tim Schnellbächer (Fürth)
VfL Michelstadt: Hermann, Johe, Wamßer, Adrian, Gebauer, Gürtler, Wagner, Agirdas, Maier, Floros, Rieker (69.Sekunpinar, 69.Ungur, 80.Aydin)
TSV Seckmauern II: Ihrig, F.Engel, Wagner, Marco Raitz, Calis, Gerhard, Schnellbacher, Schwinn, Verst, Zatocil (14.Lechner), Löffler (81.de Champris, 87. Bausch)
Die Sensation liegt in der Luft, nur noch wenige Minuten sind in Michelstadt zu spielen. Dann schiebt VfL-Torjäger Leon Gürtler einen Querpass aus 5m über die Torlinie (88.). In der Nachspielzeit erhöht Luca Adrian noch auf 2:0. Der Sieg Michelstadts ist hochverdient. Aber Angesichts der maximal geschwächten Reserve ist selbst diese knappe Niederlage als Erfolg zu werten.
Über 90 Minuten steht Seckmauern extrem tief, liefert dem Aufstiegsaspiranten einen harten Kampf. Keeper Jakob Johann Ihrig hält, was zu halten ist, alle andern hauen wirklich alles raus was geht, treiben die Gastgeber damit fast zur Verzweiflung.
Selbst zählt man insgesamt nur vier Chancen. Markus Zatocil, der nach 14 Minuten verletzt den Platz verlassen muss, wurstelt sich durch, sein Schuss wird jedoch abgeblockt. Danach geht ein Kopfball von ihm über das Tor. In der zweiten Halbzeit hält Torwart Urs Hermann einen 18m-Schuß von Christian Verst, kurz danach verpasst Dominik Schnellbacher knapp einen Querpass.
Trainer Manuel Seifert Erkenntnis nach dem Spiel: „Wir haben bis zum Schluss leidenschaftlich gekämpft und sind leider nicht belohnt worden. Klar ist Michelstadt der verdiente Sieger. Wenn man das Spiel aber bis ganz kurz vor Schluss bei einem 0:0 hält, dann ist es halt massiv ärgerlich. Trotzdem können wir erhobenen Hauptes in die kommende Woche gehen, weil wir wieder bewiesen haben, dass wir eine echte Mannschaft sind, bei der jeder für jeden kämpft. Das nächste Spiel am kommenden Wochenende wird nicht einfacher werden, wenn Erbach bei uns zu Gast ist. Aber auch in dem Spiel werden wir es dem Gegner so schwer wie möglich machen.“
(aus echo-online.de)
FSV Erbach gewinnt 18:0
FSV Erbach setzt mit einem 18:0 gegen den TSV Sensbachtal ein Ausrufezeichen in der Fußball-Kreisliga A. Der FV Mümling-Grumbach tritt derweil konzentriert und erfolgreich auf.
ODENWALDKREIS. Kaum zu glauben: In der A-Liga Odenwald musste der TSV Sensbachtal beim FSV Erbach 18 Gegentreffer einstecken. Während die Kreisstädter ihren Platz im Spitzenfeld festigten, stürzen die Sensbachtaler in die Abstiegszone ab. Noch immer ungeschlagen ist der FC Finkenbachtal, der den Erbachern auf den Fersen bleibt.
Somov beschert Hummetroth II späten Sieg
SV Gammelsbach – SV Hummetroth II 1:3 (0:0). Robin Kreuzer (66.) brachte die Platzherren in Führung. Zuvor war es Tim Edelmann (30.), der hätte vorlegen können, doch er vergab. Spät glich Mohamad Mursal (70.) aus. In den Schlussminuten gelang Ali Mohamed Somov (89., 90.+1, vom Innenpfosten ins Tor) ein Doppelschlag, wodurch der Gast doch noch verdient gewann – nach einem ziemlich harten Kampf.
FV Mümling-Grumbach – KSV Reichelsheim 3:1 (1:0). Die Zuschauer sahen eine umkämpfte Begegnung, in der die Gastgeber durch Leon Belt's Tor (22.) zur Pause in Führung gingen. Ein Doppelschlag innerhalb einer Minute entschied die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte: Leo Daum (51.) und Philipp König (52.) bauten die Führung aus. Reichelsheims Frank Hirschhausen (66.) verkürzte auf 1:3, doch es war nur noch Ergebniskosmetik. „Das war eine konzentrierte Vorstellung von uns, bei der wir drei Traumtore erzielten. In der zweiten Hälfte verhinderte ein Aluminiumtreffer das vierte Tor. Hochverdienter Sieg“, sagte Marcel Winkler vom FV.
FSV Erbach – TSV Sensbachtal 18:0 (7:0). Im Erbacher Sportpark entwickelte sich schnell eine einseitige Begegnung, in der die Gäste äußerst fair auftraten. „Unser Sieg war nie gefährdet“, sagte Ibrahim Mutu, Trainer der Kreisstädter. „Unsere Spieler waren hoch motiviert in die Partie gegangen und nutzten diesmal ihre Chancen konsequent zum bislang höchsten Sieg.“ Die Erbacher Tore schossen Osman Aktürk (4., 35., 57., 64., 89.), Fahrettin Aytekin (8.), Nico Da Silva (18., 39., 59., 61., 71., 77., 82.), Leonidas Reeg (22., 49., 81.), Arda Kalkan (79.) und Ugurcan Kizilyar (84.).
VfL Michelstadt – TSV Seckmauern II 2:0 (0:0). Leon Gürtler (88.) und Luka Adrian (90.+2) erlösten mit ihren späten Toren den VfL. Michelstadt, der die Begegnung bestimmte. Leon Gürtler (16.) zählte darüber hinaus einen Lattentreffer, und auch Mitspieler Nisha Wagner hatte Möglichkeiten, das Resultat in die Höhe zu schrauben. Ähnlich klar war der Spielverlauf in Durchgang zwei: „Seckmauern war sehr defensiv eingestellt, aber es ist uns gelungen, mit den späten Toren, uns zu belohnen“, befand Holger Sievers vom VfL.
GSV Breitenbrunn – SG Nieder-Kainsbach 3:2 (0:2). Vergangene Saison spielte er noch zwei Klassen höher. Gemeint ist Gruppenliga-Angreifer Björn Kabel (2., 26.), der gegen A-Liga-Aufsteiger Breitenbrunn für eine beruhigende 2:0-Pausenführung für die Gäste sorgte. Dann aber drehten die selbstbewussten Gastgeber auf: Florian Haas (56.) markierte nicht nur den Anschlusstreffer, sondern nach 71 Minuten den Gleichstand. In der umkämpften Begegnung fiel die Entscheidung erst spät: In der fünften Minute der Nachspielzeit produzierte Nieder-Kainsbach ein Eigentor und verhalf dadurch Breitenbrunn zum wichtigen Heimsieg.
FC Finkenbachtal – SG Bad König/Zell 1:1 (1:0). Der FC bleibt auch im fünften Spiel in Serie ungeschlagen. Im Heimspiel gegen Kreisoberliga-Absteiger SG Bad König/Zell sahen die Zuschauer eine ausgeglichene erste Hälfte, in der Julian Walz (25.) die Finkenbacher Führung gelang. Beide Mannschaften kamen sehr engagiert über den Kampf. In der zweiten Hälfte zeigte sich, dass sich der FC noch immer in der Findungsphase befindet. Emotional wurde es, als die Hausherren einen Foulelfmeter für sich reklamierten, ihn aber nicht zugesprochen bekamen. Dennis Tschesnokow (61.) markierte den Ausgleich. Bad König war vor allem bei Standards gefährlich, traf sogar noch mal Aluminium. „Ergebnis geht in Ordnung“, sagte Patrick Löffler vom FC.
Suphi Yilan lässt Türk Breuberg jubeln
Türk Breuberg – SG Rothenberg 1:0 (0:0). Suphi Yilan (54.) war der gefeierte Mann des Spiels, der das alles entscheidende Tor gegen Rothenberg erzielte. Damit ist Breuberg zum dritten Mal hintereinander unbesiegt. „Schon in der ersten Hälfte spielten wir überlegen, ließen nichts zu“, berichtete Selcuk Agca vom Gastgeber. Rothenberg setzte nach der Pause auf Konter, aber es gelang zu wenig.
Thomas Nikella

