Aljosha Klewar (20) erzielt den Treffer zum 1:3 (54.)SV Münster – TSV Seckmauern 5:2 (3:0)
Tore: 1:0 Scholz (17.), 2:0 El Yassini (36.), 3:0 Scholz (45.+1/FE), 3:1 Klewar (54.), 3:2 Max Raitz (58.), 4:2 Butt (84.), 5:2 Steinhoff (86.)
Schiedsrichter: Andreas Böck (Steinau) - Zuschauer: 100
SV Münster: Morian (86.Holschuh), Niederhaus, Semere, Dobruna, Ben Aouana, Korndörfer, Hamed, J.Stork, Scholz (86.Hausmann), D.Stork (80.Butt), El Yassini (74.Steinhoff)
TSV Seckmauern: Schäfer, Strebel, Stapp, Wüst, J.Prostmeyer, L.Siebenlist (22.Cetin, 74.Lechner), Beck, J.Fuchs, M.Raitz, D.Hener, Klewar
Absteiger Seckmauern verabschiedet sich mit dem Spiel in Münster von der Gruppenliga-Saison 2025/26. Der Verlauf des Spiels ist eine Blaupause für viele Begegnungen des TSV der vergangenen Runde. Nach einer eher ausgeglichenen Partie in der ersten Hälfte liegt Seckmauern mit 0:3 zurück, kämpft sich im zweiten Abschnitt bravourös zurück und ist drauf und dran auszugleichen oder sogar in Führung zu gehen. Am Ende steht man wieder mit leeren Händen da und geht als klarer Verlierer vom Platz.
Bei schwülen Temperaturen entwickelt sich auf dem ausgetrockneten Rasenplatz des SV eine typische Begegnung, in der es um nichts mehr geht. Münster ist zwar die aktivere Mannschaft, Seckmauern spielt aber mit. Der TSV hat sogar die erste Torgelegenheit, aber Magnus Nicolas Morian faustet einen Freistoß von Dario Hener zur Ecke (5.). In der Folge fällt auf, dass Münster sehr oft und auch zu Recht Abseits gepfiffen bekommt. Bis Münsters Sebastian Scholz den Hammer auspackt und in Robben-Manier den Ball aus 20m links oben ins Tor zimmert (17.). Bei Ballabgabe auf Scholz roch es allerdings stark nach Abseits. Münsters Nassim El Yassini hätte eine Minute später nachlegen können, verfehlt aber die Hereingabe (18.).
Nur sporadisch kommt Seckmauern bisher in die gefährlichen Räume. Nach einem Schuss von Hener hat Morian keine Mühe (19.), gefährlicher, aber ebenfalls erfolglos bleibt es nach der Chance von Noah Strebel und Aljosha Klewar (30.). Zu diesem Zeitpunkt ist Kapitän Luca Siebenlist allerdings schon nicht mehr auf dem Platz, er musste verletzt ausscheiden (22.).
Nach 33 Minuten wird Jason Fuchs freigespielt, scheitert aber am Keeper. Im Gegenzug läßt Tareq Hamed das 2:0 liegen. Zwei Minuten später kommt es zu einer ähnlichen Szene: nach Flanke von Joel Prostmeyer schießt Klewar bei seiner Chance den Gegenspieler an, der Ball springt optimal zu Joao Victor Stork, der danach allein auf David Schäfer zulaufen kann. Stork kommt zu Fall, den 11m verwandelt El Yassini zum 2:0 (36.).
Kurz vor dem Wechsel ist Seckmauern gedanklich offenbar schon in der Kabine und Münster kann zwei Konter fahren. Einmal reagiert Schäfer hervorragend, auch beim Nachschuss von El Yassinsi (43.), in der Nachspielzeit verwertet Scholz eine Hereingabe zum 0:3 (45.+1).
Lange deutet sich in der zweiten Hälfte kein Umschwung an. Bis Seckmauern aus heiterem Himmel dann ein Doppelschlag gelingt. Zuerst verwertet Klewar ein Zuspiel vom starken Strebel cool aus 8m zum 1:3 (54.), dann gelingt Max Raitz der Anschlusstreffer, nachdem ihm Hener den Ball quergelegt hatte (58.). Danach wird es fast ein anderes Spiel. Ümit Cetin strebt allein auf den gegnerischen Keeper zu, sein Abschluss landet neben dem Tor (61.), ein Kopfball von Raitz verfehlt knapp das Gehäuse (63.), Cetin verspringt in aussichtsreichster Position der Ball (64.), ein 16m-Schuss von Strebel ist eine Beute von Morian (68.). Nachdem Raitz mit einer tollen Gelegenheit den Ausgleich verpasst (75.), hätte Münster im Gegenzug auf 4:2 erhöhen können. Aber Scholz schießt frei aus 7m hoch über das Tor.
Nach dem Zwischenspurt des TSV kommt Münster wieder besser ins Spiel zurück. Seckmauern dagegen kann nichts mehr zusetzen. Der durchgebrochene Talmiz Butt erzielt in der Schlussphase das 4:2 (84.), zwei Minuten später rutscht Phil Stapp aus, Luca Steinhoff hat freie Bahn und erhöht auf 5:2 (86.).
Auch heute tritt Seckmauern mit einer stark dezimierten Mannschaft an. Nach seinem Einsatz am letzten Spieltag gegen Riedrode muss Spielertrainer Oppermann in Münster wieder passen. Insgesamt nehmen auf der Auswechselbank nur drei Spieler Platz: Ümit Cetin, Niklas Lechner und Markus Zatocil (Ersatztorwart). Dieses Seuchenjahr ist jetzt vorbei, nächste Runde wird hoffentlich wieder alles besser?
Fußball Odenwald
TSV Seckmauern verabschiedet sich mit Niederlage
Auch am letzten Spieltag der Gruppenliga war für den TSV Seckmauern gegen den SV Münster nichts zu holen. Der Gruppenliga-Absteiger blickt aber bereits nach vorne.
Münster. Der TSV Seckmauern hat in seinem vorerst letzten Spiel in der Fußball-Gruppenliga beim SV Münster noch einmal eine deutliche Pleite einstecken müssen. Die Mannschaft von Spielertrainer Lucas Oppermann, deren Abstieg in die Kreisoberliga bereits seit der Niederlage in der letzten Woche gegen die FSG Riedrode feststand, unterlag den Gastgebern mit 2:5 (0:3). Dabei plagten die Odenwälder, wie schon des Öfteren in dieser Saison, massive Personalprobleme, sodass man gar mit einem 14-Mann-Kader anreiste und somit nur zwei Feldspieler zur Einwechslung hatte. Den ersten Wechsel musste man dann überdies schon nach 22 Minuten ziehen, als Ümit Cetin für den verletzten Kapitän Luca Siebenlist aufs Feld kam.
SV Münter zu stark für Seckmauern
Münster ging früh durch Sebastian Scholz in Führung (17.) und konnte noch vor der Pause durch Nassim El Yassini per Strafstoß (36.) und noch einmal Scholz (45.) auf 3:0 erhöhen und damit die Weichen auf Sieg stellen. Seckmauern gab sich jedoch keineswegs geschlagen und kam durch die Tore von Dario Hener (55.) und Maximilian Raitz (58.) noch einmal heran, ehe Talmiz Butt (84.) und Luca Steinhoff (87.) spät alles klar machten.
Der TSV beendet die Saison somit auf dem 16. Tabellenplatz mit 29 Zählern aus 34 Spielen. Dabei holte man im Kalenderjahr 2026 aus 15 Begegnungen nur magerere acht Punkte, nachdem man zur Winterpause noch mit 21 Zählern auf Rang zwölf gestanden hatte.
TSV Seckmauern blickt nach vorne
Zudem bleibt Seckmauern durch die erneuten fünf Gegentore auch die Schießbude der Liga: Kein Team kassierte so viele Gegentreffer wie der TSV, nämlich insgesamt 120 Stück (3,5 pro Spiel). Oppermann machte bereits nach dem Riedrode-Spiel keinen Hehl daraus, dass man nun froh sei, die Saison abschließen zu können, mehrere Wochen runterzufahren, um dann mit neuer Frische in die Vorbereitung auf die neue Saison starten zu können. „Wir werden aus dem Grab, das wir uns leider in dieser Saison auch teilweise selbst geschaufelt haben, wieder auferstehen“, ließ der 39-Jährige zuletzt verlauten. Dafür wurden mit Angreifer Nico Quaadt (TSV Lengfeld), Mittelfeldregisseur Dane Tarhan und Flügelstürmer Felix Olt (beide SG Rimhorn/Neustadt) auch schon mehrere namhafte Neuzugänge für die neue Spielzeit vorgestellt.
Florian Mehm
(Fußball Darmstadt/Groß-Gerau)
Griesheim und Alsbach verabschieden sich mit Niederlagen
Meister VfB Ginsheim schießt die Alsbacher noch auf den letzten Tabellenplatz der Gruppenliga +++ Viktoria Griesheim verliert, SV Münster und der SV Groß-Bieberau gewinnen zum Abschluss.
Darmstadt. In der Gruppenliga Darmstadt hatte der letzte Spieltag keine großen Überraschungen mehr parat, auch weil die meisten Entscheidungen hinsichtlich des Auf- und Abstiegs gefallen waren. Dennoch hätte sich Absteiger FC Alsbach die 0:10-Heimniederlage gegen Meister VfB Ginsheim gerne erspart. Enttäuscht ist man auch bei Viktoria Griesheim, unterlag man doch beim SV Fürth mit 3:4. Mit dem gleichen Ergebnis unterlag der TSV Altheim bei der SKV Büttelborn, die am letzten Spieltag die rote Laterne des Schlusslichts an den FC Alsbach abgab. Zufrieden kann dagegen der SV Münster sein, der gegen Absteiger TSV Seckmauern mit 5:2 die Oberhand behielt. Freude auch beim SV Groß-Bieberau, der sich mit einem 3:1-Erfolg beim SV 07 Geinsheim in die Sommerpause verabschiedete.
FC Alsbach - VfB Ginsheim 0:10
Mit dem letzten Heimspiel der Saison verabschiedete sich der FC Alsbach aus der Gruppenliga Darmstadt und wird nächste Saison in der Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau spielen, die man vor 26 Jahren in Richtung Gruppenliga (damals Bezirksoberliga) verlassen hatte. Obwohl man dem Tabellenführer das Leben eigentlich schwer machen wollte, klingelte es bereits in der ersten Spielminute im Gehäuse des FCA, weil Azouagh seine erste Chance nutzte. Obwohl Alsbachs Schlussmann Bonias mit allen Mitteln versuchte, weiteres Unheil hinauszuzögern, hatten Yildiz (10./28.) und Özer (30.) sowie Wiesenäcker bis zum Halbzeitpfiff ein 5:0 herausgeschossen. Erst nach der Pause hatte Alsbachs Arfai (53.) eine gute Tormöglichkeit, der Ball verfehlte aber knapp das Tor. Danach war wieder Ginsheim am Drücker und stellte Alsbachs Defensive immer wieder vor Probleme. Die Folge waren weitere Tore, für die Kolb (60.), Özer (62./71.) sowie Lutz (67./74.) verantwortlich waren.
SV Fürth - SC Viktoria Griesheim 4:3
Wieder einmal, wie so oft in dieser Saison, verschlief Viktoria Griesheim eine Halbzeit. Dieses Mal war es Durchgang eins, in dem der Fürther Schwinn (2./6./17.) mit einem lupenreinen Hattrick die Gastgeber deutlich in Führung brachte. Zwar konnte Bilmez (34.) verkürzen, doch war die komfortable Halbzeitführung der Gastgeber gesichert. Als nach dem Wiederanpfiff Steinmetz (69.) den Drei-Tore-Vorsprung wieder herstellte, schien die Sache endgültig gegen Griesheim gelaufen zu sein. Dann aber war es Stumpf (76./79.), der die nun energischer auftretenden Griesheimer auf 3:4 heranbrachte. In der stürmischen Schlussphase drängte die Viktoria mit Macht auf den Ausgleich. Abermals Stumpf hatte den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber mit freier Schussposition an Fürths Schlussmann. Am Ende stand wieder einmal eine vermeidbare Niederlage.
SV 1919 Münster - TSV Seckmauern 5:2
In der abwechslungsreichen Partie übernahm Münster schnell das Kommando. Scholz (17.) legte das 1:0 vor, El Yassini (36.) erhöhte per Foulelfmeter. Als Scholz mit dem Halbzeitpfiff auf 3:0 erhöhte, schien alles gelaufen zu sein. Dann kehrte beim SVM aber der Schlendrian ein, was Hener (55.) und Raitz (58.) zum Anschluss nutzten. Eine Weile gerieten die Gastgeber aus dem Konzept, ehe Butt (84.) mit dem 4:2 die Ordnung wiederherstellte. Den Schlusspunkt setzte Steinhoff (87.) mit dem 5:2. „Eine solide Leistung meiner Elf, die couragiert aufgetreten ist“, meinte Münsters zufriedener Trainer Naser Selmanaj.
SV 07 Geinsheim - SV Groß-Bieberau 1:3
In der ausgeglichenen ersten Halbzeit war es Klinger (16.), der Bieberau in Führung brachte. In der Folge gab es auf beiden Seiten Möglichkeiten zum Torerfolg. Aus der Pause kam Geinsheim mit viel Druck. Diese Phase überstand Bieberau unbeschadet und konterte mit dem 2:0, für das Hartman (64.) verantwortlich war. Die Gastgeber stemmten sich mit Macht gegen die Niederlage, fingen sich aber einen Konter ein, den Lautenschläger (83.) erfolgreich abschloss. Das Tor von Frick (85.) zum 1:3 brachte Bieberau nicht mehr in Verlegenheit.
SKV Büttelborn springt noch auf den vorletzten Platz
SKV Büttelborn - TSV Altheim 4:3
Für die SKV traf Vincislao (9.) zum 1:0. Altheim konterte mit dem Ausgleich von Souadi (17.). Im weiteren Verlauf hatte aber Büttelborn mehr vom Spiel. Folgerichtig sorgten Vincislao (29.) und Wiedemann (42.) für die komfortable Büttelborner Pausenführung. Danach wurde Altheim druckvoller. Kozlu (61.) verkürzte auf 2:3, im Gegenzug markierte aber Zimmermann (62.) das 4:2 für Büttelborn. Als Saoudi (73.) auf 3:4 verkürzte, schien es noch einmal spannend zu werden. Am Ende konnte Altheim die Niederlage jedoch nicht mehr abwenden.
Fußball Groß-Gerau/Rüsselsheim
Büttelborn und Ginsheim sagen mit Siegen Adieu
Gruppenliga-Absteiger SKV Büttelborn gibt am letzten Spieltag mit Sieg gegen Altheim die Rote Laterne noch ab, Meister VfB Ginsheim trifft zweistellig in Alsbach.
Kreis Groß-Gerau. Der große Sieger der vier Gruppenliga-Mannschaften aus dem Kreis Groß-Gerau an diesem Spieltag ist die SKV Büttelborn. Seinen fünften Saisonsieg feierte Trainer Uwe Hesse beim letzten Heimspiel, sechs Punkte holte die SKV aus den letzten drei Spiele und gab die Rote Laterne doch noch an Alsbach ab. Meister VfB Ginsheim schoss Alsbach förmlich aus dem eigenen Stadion, während Dersim Rüsselsheim und der SV 07 Geinsheim vor heimischem Publikum noch einmal Niederlagen einstecken mussten.
Fünfter Saisonsieg für SKV Büttelborn
SKV Büttelborn – TSV Altheim 4:3 (3:1). - Immerhin mit einem kleinen Erfolg und auf einer positiven Note beendet die SKV Büttelborn die Spielzeit 2025/26. Am Abstieg in die Kreisoberliga gibt es natürlich nichts zu rütteln, aber immerhin sind die Siege zum Saisonausklang und das Abgeben der Roten Laterne an den FC Alsbach ein Achtungserfolg, auf den sich aufbauen lässt. Gegen Aufsteiger TSV Altheim warfen die Büttelborner noch einmal alles in die Waagschale. Tore: 1:0 Vincislao (9.), 1:1 Saoudi (17.) 2:1 Vincislao (29.), 3:1 Wiedemann (42.), 3:2 Kozlu (61.), 4:2 Zimmermann (62.), Saoudi (73.)
Dersim Rüsselsheim – FC 1907 Bensheim 1:5 (0:1). - Noch nicht einmal Platz 3 war es am Ende für Dersim Rüsselsheim, nachdem seit drei Wochen feststeht, dass es mit dem angepeilten Aufstieg nichts mehr werden wird. Auch gegen Bensheim präsentierten sich die Rüsselsheimer desolat und verloren völlig zurecht. Bensheim hingegen wollte seine letzte Chance auf den Klassenverbleib aus eigener Kraft nutzen, entsprechend enttäuscht wirkten die Gäste als sich das Ergebnis aus Fürth herumsprach und Bensheim doch auf dem direkten Abstiegsplatz verbleiben musste. Tore: 0:1 Claus (8.), 0:2 Bluem (49.), 0:3 Budimir (62.), 0:4 Budimir (67.), 0:5 Köhler (78.), 1:5 Celik (88.)
Schöner Abschied für Ginsheims Keeper Freddy Erb
FC Alsbach – VfB Ginsheim 0:10 (0:5). - Eine undankbare Aufgabe stand dem FC Alsbach am letzten Spieltag bevor. Denn der bereits feststehende Meister VfB Ginsheim hatte schon gezeigt, dass er keine Wettbewerbsverzerrung zulassen will und weiter vollkonzentriert spielt. So wurde es am Ende nochmals ein zweistelliges Scheibenschießen. „Das Spiel hatte keine Intensität mehr, es ging ja um nichts mehr. Für uns war es wichtig, unserem langjährigen Torwart Freddy Erb einen schönen Abschied zu bereiten. Den hat er bekommen und hatte auch noch einen schönen Moment, als er kurz vor Ende ausgewechselt wurde und wir alle Spalier standen. Auf ihn freue ich mich, er muss zwar beruflich kürzertreten, verstärkt mein Trainerteam aber als Torwarttrainer“, so Ginsheims Trainer Jonas Schuster, der sich nun auf die Sommerpause und die Verbandsliga freut. Tore: 0:1 Azouagh (1.), 0:2 Yildiz (10.), 0:3 Yildiz (28.), 0:4 Özer (30.), 0:5 Wiesenäcker (45), 0:6 Kolb (60), 0:7 Özer (62.), 0:8 Lutz (67.), 0:9 Özer (71.), 0:10 Lutz (74.)
SV 07 Geinsheim – SV 1945 Groß-Bieberau 1:3 (0:1). - Eigentlich sollte es in Geinsheim ein Fußballfest werden, denn die Heimmannschaft wollte mit ihren Fans den Klassenerhalt ausgiebig feiern. Nur dem SV Groß-Bieberau hatte niemand Bescheid gesagt und so sorgte der Gast aus dem Odenwald für den einzigen Makel im Geinsheimer Freudentaumel an diesem Tag. Tore: 0:1 Klingler, 0:2 Hartmann (64.), 0:3 Lautenschlaeger (83.), 1:3 Frick (85.)
Marc Schüler
(Fußball Bergstrasse)
Fürth in der Relegation, FC 07 raus
In der Gruppenliga ist die letzte offene Frage geklärt: Fürth macht es unnötig spannend, schafft es aber doch in die Entscheidungsspiele +++ Bensheim steigt direkt ab +++ FC Fürth ist Platz drei los.
Bergstraße. (jz/net/ü/niwa/ü). Der SV Fürth hat es geschafft, die Relegation im Rennen um den Klassenerhalt in der Gruppenliga ist erreicht. Die Mannschaft von Trainer Jochen Ingelmann gewann ihr letztes Saisonspiel gegen Viktoria Griesheim mit 4:3 und hat nun den Vizemeister der Kreisoberliga Dieburg/Odenwald, TSG Steinbach, als Gegner. Da nutzte dem Rivalen im Abstiegskampf, FC 07 Bensheim, der deutliche Erfolg beim Vierten Dersim Rüsselsheim nichts. Die Nullsiebener steigen in die Kreisoberliga ab. Der FC Fürth hat nach dem 0:6 Tabellenplatz drei an Gegner TS Ober-Roden verloren.
SV Fürth - SC Viktoria Griesheim 4:3
SVF-Sportchef Valeri Biljuk sprach von einem kämpferischen Auftritt seiner Mannschaft, die früh durch Lars-Eric Schwinn in Führung ging. Schwinn profitierte beim 1:0 von gelungener Vorarbeit durch Patrik Babic und Leon Weise. Und nur zehn Minuten später erhöhte Schwinn auf 2:0 nach ähnlicher Situation. Das 3:0 wiederum durch Schwinn sorgte vermeintlich für Sicherheit bei den Gastgebern. Doch Griesheim kam zurück. „Das ist eine abgezockte Mannschaft mit vielen Brasilianern im Team“, sagte Biljuk. So machten die Gäste die Partie trotz 1:4-Rückstand nach der Pause wieder spannend. Und Fürth musste zittern. Doch am Ende hat es gereicht für die Relegation. Biljuk: „Da müssen wir jetzt aber noch mehr bringen, dürfen nicht so halbgar rumeiern – wir müssen jetzt alles auf den Platz bringen und zeigen, dass wir bereit sind für die Relegation.“ Mannschaft und Verein müssten zusammenstehen. „Wir dürfen den Fokus nicht verlieren – daran müssen wir arbeiten“, so der SVF-Sportchef auch mit Blick aufs Griesheim-Spiel, als der SVF fast eine 3:0-Führung noch verspielt hätte. Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Schwinn (2., 6. 17.), 3:1 Bilmez (34.), 4:1 Eckstein (69.), 4:2, 4:3 Stumpf (76., 79.). – Schiedsrichter: Amend (KSV Haingrund). – Zuschauer: 120. – Bester SVF-Spieler: Schwinn.
SV Dersim Rüsselsheim - FC 1907 Bensheim
Den Nullsiebenern konnte man nicht viel vorwerfen. In der zweiten Halbzeit gestalteten sie das Ergebnis deutlich. Innerhalb von 15 Minuten fiel Rüsselsheim auseinander. Budimir traf doppelt, obwohl er das Spiel wie gegen Auerbach auf der Innenverteidigung begann. „Wir haben das Spiel am Ende klar und ordentlich runtergespielt“, berichtete Bensheims Trainer Constantin Renner nach Spielende. Er musste jedoch eingestehen, dass „die Tabelle nach 34 Spieltagen nicht lügt. Wir sind nicht heute und hier abgestiegen“. Dass es am Ende ein Punkt ist, der dem Klassenverbleib im Wege stand, sei „extrem bitter“. Die Ursache für den Abstieg ist vor allem in der fehlenden personellen Konstanz zu sehen. „Das hat uns am Ende das Genick gebrochen“, sagte Renner. Tore: 0:1 Claus (17.), 0:2 Niclas Blüm (48.), 0:3, 0:4 Budimir (57., 62.), 0:5 Köhler (80.), 1:5 Celik (85.). – Schiedsrichter: Walter (Wiesbaden). – Zuschauer: 200. – Beste Spieler: Tayboga/Budimir, Albrecht.
TS Ober-Roden - FC Fürth 6:0
Die Mannschaft von Trainer Ralf Ripperger geriet in der 17. Minute nach einem Konter in Rückstand. Und das Gegentor warf die Gäste aus der Bahn. Nur zwei Minuten später erhöhten die Gastgeber etwas glücklich auf 2:0, und von diesem Schlag erholte sich der FC nicht mehr wirklich. Fürth wurde mit Wiederanpfiff besser, hatte Chancen unter anderen durch Andreas Adamek, konnte dem Spiel aber keine Wende geben Tore: 1:0 Mustafa (17.), 2:0 Yildirim (19.), 3:0 Roth (31.), 4:0 Szollar (45.), 5:0, 6:0 Roth (67., 85.). – Schiedsrichter: Kakmaci (SG Aarbergen). – Beste FC-Spieler: keine.
FSG Riedrode - VfR Fehlheim 2:4
Rene Salzmann verabschiedete sich mit einem Traumtor. Der langgediente FSG-Spieler beendet seine aktive Laufbahn und wurde gestern offiziell verabschiedet. Auch David Ataman und Robin Weidner verlassen Riedrode. „Es wurde noch mal emotional nach Abpfiff“, sagte Thorsten Göck, der Sportliche Leiter. Das Spiel: eher durchschnittlich von Seiten der Gastgeber. Göck war trotzdem zufrieden mit der Saison: „Wir konnten in der Rückrunde zwar nicht mehr an die Leistung der Vorrunde anknüpfen, haben aber mehr Punkte als vergangene Saison geholt.“
VfR Fehlheim mit überragender erster Hälfte
Der VfR lieferte eine überragende erste Halbzeit ab, aus diesem Grund hätte die Pausenführung von 4:1 noch deutlicher ausfallen können. In der Halbzeit setzte Trainer Sebastian Lindner bewusst auf die Rotation, um so zum einen Spieler für die anstehenden Aufstiegsspiele ein wenig zu schonen und zum anderen auch Spielern von der Bank Einsätze zu geben. Durch die Wechsel kam es aber ein wenig zum Bruch im Spiel des VfR, der zwar immer noch optisch überlegen, aber vor dem Tor nicht mehr so zwingend war. „Das war ein verdienter Sieg und in der ersten Halbzeit auch eine überzeugende Vorstellung meiner Mannschaft. Wir sind jetzt elf Spiele in Folge ungeschlagen. Diesen Flow gilt es nun mit in die Relegation zu nehmen“, zog Lindner ein zufriedenes Fazit. Tore: 0:1, 0:2 Perchner (3., 5.), 1:2 Salzmann (16.), 1:3, 1:4 Perchner (37., 39.), 2:4 Akcan (90.+2). – Schiedsrichter: Wiesner (Frankfurt). – Zuschauer: 170. – Beste Spieler: Salzmann/Perchner, Petrica, Grajcevci, Politakis.