Nach zwei Minuten führt Seckmauern durch diesen Schuß von Moritz Spall (ganz rechts) mit 1:0TSV Seckmauern – TS Ober-Roden 1:5 (1:0)
Tore: 1:0 Moritz Spall (2.), 1:1 Zerfass (59.), 1:2 Roth (65.), 1:3 Zerfass (66.), 1:4 Roth (77.), 1:5 Mustafa (82.)
Schiedsrichter: Albano Cela (Frankfurt) - Zuschauer: 110
TSV Seckmauern: Zatocil, T.Eckert, Stapp, J.Prostmeyer, Strebel (73.M.Raitz), Beck, M.Spall (65.L.Siebenlist), J.Fuchs, Alili (86.Arnheiter), Oppermann, Klewar
TS Ober-Roden: Schwaar, Zerfass, Mustafa (82.Gattnar), Roth (86.Strauss), Yildirim, Koser (80.Klingenmeier), Henkelmann (74.Keck), Tepic, Jozcic-Naumann, Heidenreich (87.Zeise), Werdge
Mit viel Hoffnung und Zuversicht geht Seckmauern in diese wichtige Begegnung. In den ersten 45 Minuten spielt der TSV phasenweise groß auf, verpasst aber, ein 2:0 oder auch 3:0 vorzulegen. Auch nach der Pause deutet nichts auf ein weiteres TSV-Debakel hin. Bis Ober-Roden nach einem Slapstick-Gegentor wie aus dem Nichts der Ausgleich gelingt. Danach ist es ein anderes Spiel. Drei Tore innerhalb von sieben Minuten zeigen, wie Seckmauern (wieder einmal) dem Druck nicht Stand hält, auseinanderfällt und der Gegner jetzt seine Qualitäten auf den Platz bringen darf. Am Ende steht eine ernüchternde 1:5-Heimniederlage. Mit sechs zum Teil deftigen Niederlagen in sieben Spielen hat der TSV nach der Winterpause seine gute Ausgangsposition damit verspielt. Der Druck wächst.
Auch ohne den urlaubenden Dario Hener, dem kranken Daniele Toch und den ganzen Langzeitverletzten fängt es für Seckmauern optimal an. Moritz Spall erzielt nach nur zwei Minuten mit einem herrlichen Schuss aus 18 m die 1:0-Führung. Der TSV spielt danach wie aufgedreht, lässt mit bedingungslosem Einsatz und enormer Laufbereitschaft den Gegner nicht ins Spiel kommen. Und erspielt sich Tormöglichkeiten. Ein Kopfball von Aljosha Klewar nach Flanke von Benet Alili verfehlt nur knapp das Tor (8.), Jason Fuchs trifft nach 26 Minuten aus 14m nur den linken Pfosten.
Ober-Roden hat in dieser Phase seine Probleme mit den lang nach vorn geschlagenen Bällen des TSV. Und hat Glück, dass der Schiedsrichter Klewar mit einem Abseitspfiff (?) ausbremst (29.) und ein Schuss von Phil Stapp von der vielbeinigen Abwehr abgeblockt wird (31.).
Die Abwehr Seckmauerns hat bis dahin die gegnerische Offensive gut im Griff. Einzig ein Freistoß in den TSV-Strafraum sorgt nach 36 Minuten für etwas Gefahr. Kurz vor der Pause wird nochmals Klewar mit einem langen Ball geschickt, aus guter Position drischt er das Spielgerät aber über das Tor (44.).
Nach dem Wechsel ist es weiter ein Spiel nach Seckmauerns Geschmack. Ober-Roden wird jetzt zwar besser, aber nicht unbedingt zwingender. Nach 56 Minuten hat Noah Strebel sogar das 2:0 auf dem Fuß, als der am Boden liegende Keeper Niklas Schwaar den Ball fallen läßt und Strebel diesen aus 4m ins Tor schieben will. Der Schuss gerät zu schwach und Schwaar kann den Ball wieder festmachen.
Dann fällt von jetzt auf gleich der Ausgleich: Stapp will den Ball abwehren, trifft dabei einen TS-Spieler, von dessen Körper springt der Ball in den Lauf von Luca Zerfass, der allein auf Torhüter Markus Zatocil zulaufen kann und eiskalt abschließt (59.). Dieser Treffer und seine Entstehung bringen Seckmauern total aus der Spur. Anders ist es nicht zu erklären, dass sechs Minuten später innerhalb einer Minute noch zwei weitere Tore fallen. Erst rauscht ein 30m-Freistoß direkt ins Tor (65.), eine Minute später bringt Zerfass den Ball aus 5m im Tor zum 1:3 unter (66.).
Nach dem inzwischen unglaublichen 1:3-Rückstand ist Seckmauern von der Rolle und man erholt sich davon auch nicht mehr. Trotzdem ist man weiter offensiv unterwegs, was den schnellen Spielern des Gegners in die Karten spielt. Die TS kann jetzt schalten und walten wie sie will, ihre Angriffe laufen wie „geschnitten Butter“. Seckmauern kann nur noch reagieren. Nach 72 Minuten steht Jonas Koser frei vor Zatocil, sein Heber aber misslingt. Beim 1:4 bringt Seckmauern den Ball nicht aus der Gefahrenzone (77.), das 1:5 fällt „einfach so“ (82.). Seckmauern selbst kann nach dem 1:3 mit keiner nennenswerten Aktion aufwarten. Die Enttäuschung beim TSV ist nach dem Spiel und dessen Verlauf entsprechend groß.