Türk Breuberg - TSV Seckmauern II 4:4 (0:3)
Tore: 0:1 Ümit (30.) , 0:2 Verst (39.), 0:3 Parokonnyi (41.), 1:3 Klkan (78.), 2:3 Kalkan (83.), 2:4 Ümit (85./FE), 3:4 Cur (86.), 4:4 Oglou (89.)
Schiedsrichter: Cömert Yilmaz (Erlenbach)
Türk Breuberg: Teksin, Bahceli, Krishan, Dogan (18.Cur), Karakaya, Kalkan, Duran, Oglou, Sali, Agca, Yilan - (66.Oglou)
TSV Seckmauern II: Schäfer, F.Hener (85.Bausch), Wagner (46.Lechner), N.Schwinn, L.Engel (72.F.Engel), Schübert, A.Fuchs, Märländer, Parokonnyi, Verst, Ümit,
Der 22. Spieltag in der A-Liga Odenwald stand an, und Seckmauern musste auf schwierigem Geläuf gegen den Tabellenletzten Türk Breuberg antreten. Ohne viele Leistungsträger wurde die Aufstellung erneut wild durcheinandergewirbelt. Es fehlten unter anderem Benjamin Wüst, Dennis + Hakan Calis, Robin Schröder, David Raitz, Moritz Spall, Lukas Beutel, Lukas Kestler und noch einige weitere Spieler. Trotzdem hätte der Punktverlust heute nicht sein müssen.
Breuberg begann besser und kam zu zwei guten Torchancen. David Schäfer hielt hier die „0“ fest. Nach 30 Minuten konnte Ümit eine Hereingabe sauber zum 0:1 verwerten. Bis zur Pause war Seckmauerns 1B nun die spielbestimmende Mannschaft. Das 0:2 folgte nach einem Lauf von Ümit. Sein Pass zu Verst wurde etwas zu weit nach außen getragen, doch dieser schloss über Torwart und Abwehrspieler hinweg zum 0:2 ab (39.).
Kurz darauf setzte sich Verst gegen seinen Gegenspieler durch, sein Schuss wurde auf der Torlinie noch vom Torwart aufgehalten. Ruslan erzielte anschließend das 0:3 durch einen satten Schuss aus 16 Metern. Dann ging es für beide Teams in die Halbzeit.
Nach der Pause dominierte zunächst zaghaftes Mittelfeldgeplänkel. Nach 70 Minuten hatte Lechner das 0:4 auf dem Fuß, scheiterte aber am Torwart. Das sollte sich rächen. Nun begann die starke Phase der Gastgeber. Das 1:3 wurde durch einen direkten Freistoß aus 20 Metern erzielt. Ein gezielter Weitschuss schlug unten links zum 2:3 ein. Beide Tore erzielte Kalkan (78. und 83.).
Doch Seckmauerns Offensive steckte nicht auf. Verst spielte sich durch den Strafraum und wurde regelwidrig gefoult. Ümit verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:4. Doch leider sicherte die 1B das nicht ab. Quasi im Gegenzug grätschte Dauerbrenner Hasan Cur das 3:4 ein (86.), und Oglou machte in der 89. Minute mit seinem Treffer zum 4:4 den Ausgleich perfekt.
Der TSV gab sich noch nicht geschlagen. Verst spielte nochmals Ruslan frei, der jedoch aus sieben Metern am Torwart scheiterte. Lechner konnte auch den Nachschuss nicht verwerten.
Ein 4:4 nach einer 0:3-Führung hinterlässt lange Gesichter bei Spielern und Trainer Eduard Fuchs. Türk war in der Endphase einfach bissiger. Allerdings ist es ein weiterer Punkt im Kampf um den Klassenerhalt, und der muss in den nächsten Wochen gesichert werden. Nach Ostern dürfte sich die Personaldecke wieder etwas erholen, und gegen den FSV Erbach muss erneut gepunktet werden.
(Christian Verst)
Fußball Odenwald
SG Sandbach dominiert das Spitzenspiel gegen Hummetroth II
Die SG Sandbach setzt ihren unaufhaltsamen Lauf zur Meisterschaft mit einem klaren Sieg gegen Verfolger Hummetroth II fort. Eine schwere Verletzung überschattet das Topspiel.
ODENWALDKREIS. Wer kann die SG Sandbach in dieser Saison in der Fußball-Kreisliga A noch stoppen? Nach dem klaren 4:0 gegen Verfolger SV Hummetroth II ist die Mannschaft schnurstracks in Richtung Meisterschaft und Direktaufstieg in die Kreisoberliga unterwegs. Dahinter rangeln der SV Hummetroth II und der VfL Michelstadt wohl nur noch um den Platz in der Aufstiegsrelegation. Überschattet wurde der Spieltag von einer schweren Verletzung eines Hummetröther Leistungsträgers.
SG Sandbach – SV Hummetroth II 4:0 (3:0). Spitzenreiter Sandbach war im Spitzenspiel von Beginn an die bestimmende Mannschaft. Die SG legte zudem einen Blitzstart hin, als Gäste-Spielertrainer Odysseas Floros das Spielgerät ins eigene Tor beförderte. Luka Wirth (36.) und Dennis Uhrig (38., Foulelfmeter) bauten den Vorsprung weiter aus. Als Robin Hallstein (65.) zum 4:0 nachlegte, war das Topspiel vorentschieden. Sandbach überzeugte vor allem mit einem enormen Speed, den die Mannschaft über die Außen hinlegte, und brachte Hummetroth damit immer wieder in Bedrängnis. Die Partie wurde allerdings von der schweren Verletzung von Hummetroths Top-Torjäger Christopher Nguyen überschattet. Der Angreifer erlitt einen Achillessehnenabriss. Sandbach trat wie ein Meister auf und hatte das Geschehen immer unter seiner Kontrolle.
TSV Sensbachtal – KSG Vielbrunn 1:1 (1:0). Noah Ulrich (38.) besorgte Sensbachtals Führungstreffer. Moritz Grimm (79.) glich spät aus. In der ersten Hälfte entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. „Wir kamen immer besser ins Spiel. Es gelang uns aber nicht, die Führung auszubauen, weil wir es versäumten, unsere Chancen konsequent zu nutzen“, berichtete TSV-Sprecher Karlheinz Neuer. „Und wie so oft im Fußball bestraft dich der Gegner, wenn du vorne deine Chancen nicht nutzt.“ So auch dieses Mal: Vielbrunn kam zum Ausgleich. Aufreger des Spiels war ein nicht gegebener Foulelfmeter, den die Platzherren in der 87. Minute für sich reklamierten.
SG Nieder-Kainsbach – TSV Höchst II 1:1 (1:1). Die schnelle Führung von Kai Oliver Heckler (10.) hätte den Höchstern eigentlich Sicherheit geben müssen, stattdessen entwickelte sich eine zerfahrene Partie, die Fabian Daum (SG) als extrem holprig bezeichnete. Immerhin gelang noch Dominik Neff (23.) der Ausgleichstreffer. In der zweiten Hälfte hatten die Höchster die besseren Chancen. Christian Remmers traf unter anderem nur den Pfosten. „Insgesamt ein gerechtes Ergebnis“, so Fabian Daum.
Umkämpftes Derby zwischen FSV Erbach und VfL Michelstadt
FSV Erbach – VfL Michelstadt 2:2 (1:1). Das Städtederby war im Sportpark von Beginn an umkämpft und beide Formationen lieferten sich ein ausgeglichenes Spiel. Maximilian Rieker (29.) brachte den VfL in Front, Giuseppe Burgio (42., Foulelfmeter) egalisierte und brachte die Kreisstädter in der 75. Minute in Führung. Doch Michelstadt steckte nie auf und drängte auf den Ausgleich: Drei Minuten vor dem regulären Spielende gelang Ömer Ari der Ausgleich. „Ein gerechtes Ergebnis“, wertete Holger Sievers vom VfL.
SV Gammelsbach – KSV Reichelsheim 1:1 (0:1). Thomas Denzel (45.+2) nährte Reichelsheims Hoffnung auf einen Erfolg in der Oberzent. Spielverderber war jedoch Gammelsbachs Spielertrainer Kevin Ihrig, der in der Schlussminute den Ausgleich herstellte, nachdem seine Mannschaft den Kampf gegen tief verteidigende Gäste angenommen hatte und es den Freiensteinern fortan enorm schwer machte, in die Räume vorzustoßen, in denen die Platzherren zum Abschluss kommen wollten. Marvin Schneider besaß für den SVG noch eine Großchance.
Türk Breuberg holt noch einen 0:3-Rückstand auf
Türk Breuberg – TSV Seckmauern II 4:4 (0:3). „Wir haben den Beginn richtiggehend verschlafen, nutzten unsere Chancen nicht“, sagte Breubergs Sprecher Fatih Yener. Seckmauern dagegen war eiskalt und lag zur Pause mit 3:0 in Führung. Den Breubergern gelang nach der Pause dann jedoch eine kaum mehr für möglich gehaltene Aufholjagd, sodass sich die Gastgeber doch noch die Punkteteilung verdienten. Torfolge: 0:1 Cetin (30.), 0:2 Verst 39.), Parokornyi (41.), 1:3 und 2:3 Kalkan (78., 83.), 2:4 Cetin (85.), 3:4 Cur (86.), 4:4 Oglou (89.).
FC Finkenbachtal – SG Rothenberg 0:2 (0:2). „Rothenberg hat nach Toren von Nils Volk (3.) und Louis Scheuermann (44.) verdient zum Seitenwechsel geführt“, befand Patrick Löffler (FC). Die Gäste nutzten ihre Chancen konsequent, aber auch Finkenbach lieferte einen guten Vortrag – nur mit der Chancenverwertung taten sich die Platzherren schwer. „Der Rothenberger Derbysieg geht in Ordnung“, so Löffler anerkennend.
Thomas Nikella

