20 fca chance nr20Nur selten kommen die Spieler des FCA Darmstadt so frei zum Schuß wie in dieser Szene. Hier verzieht Vinicius Ribeiro Machado, sein Ball geht rechts am Tor vorbei.TSV Seckmauern – FCA Darmstadt 3:2 (3:2)
Tore: 0:1 Machado (6.), 1:1 L.Raitz (9./FE), 2:1 L.Raitz (26./FE), 2:2 Thomaz (40.), 3:2 L.Raitz (42.)
Schiedsrichter: Paul-Ioan Barbu (Frankfurt/Main) - Zuschauer: 150

 

TSV Seckmauern: F.Kalweit, Arneiter, Friedrich, B.Kalweit, H.Calis, Siebenlis, M.Raitz (73.Hofferbert), T.Raitz, M.Raitz, L.Raitz (85.T.Eckert), D.Calis (78.Gessner)
FCA Darmstadt: Aldo Junior, Mateus Dias, Lima Dos Reis, Gomes Guimaraes (71.da Costa), Thomaz, Cordeiro Miranda Ferrari, Neves da Silva, Lopes Guimaraes Proenca, Esteves Cardoso, Ribeiro Machado, Roberval da Silva (24. Makiyama)

 

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Eine überragende Ball- und Schußtechnik, ein beeindruckendes Passspiel, ein erstklassiges Zweikampfverhalten, gefühlte 80% Ballbesitz – und trotzdem verliert Tabellenführer FCA Darmstadt sein Spiel in Seckmauern. Ist eigentlich nicht möglich. Stimmt. Aber Seckmauern zeigt heute, wie man durch eine schier beispiellose Kampf- und Willenskraft zusammen mit einer gehörigen Portion Mut und dem Quäntchen Glück solch einem übermächtigen Gegner beikommen kann. Zwei amateurhafte Zweikämpfe im Strafraum, ein Lapsus des Torwarts - dreimal ist Leon Raitz zur Stelle und hattrickt den TSV letztlich zum sensationellen Sieg.

Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, da mit Dario Hener, Aljosha Klewar, Benjamin Wüst und Joel Prostmeyer einige Stammkräfte fehlen.

 

Schon nach wenigen Sekunden muss FCA-Torhüter de Jesus Junior einen Schuß von Nico Arnheiter zur Ecke abwehren. Aber danach legt die brasilianische Spielmaschine des Tabellenführers aus Darmstadt los. Seckmauern hat Mühe, den schnellen Kombinationen zu folgen, die FCA-Spieler flippern sich gekonnt und zielstrebig nach vorne. Nach einer solch guten Kombination erzielt Machado mit einem unhaltbaren 16m-Schuß auch das 0:1 (6.). Aber schon in dieser frühen Phase ist sichtbar, dass Seckmauern heute keine Lust hat, sich vorführen zu lassen. In Summe gewinnt der TSV, über 90 MInuten gesehen, danach fast alle entscheidenden Zweikämpfe, die man beherzt und bissig führt. Auch der letzte Pass des Gegners in die Spitze kann oft abgefangen werden oder dieser geht ins Leere. Nach Ballgewinne versucht der TSV immer schnell nach vorne zu spielen, möchte die selbstbewußten Spieler des FCA damit in Verlegenheit bringen und, wenn möglich, Nadelstiche setzen. Als Leon Raitz im Gästestrafraum relativ unprofessionell von den Beinen geholt wird, verwandelt er den 11m selber zum 1:1 (9.). Obwohl die Gäste auch in Folge hochüberlegen spielen, muss Darmstadt auf die zwar wenigen, aber oft gefährlichen Angriffe des TSV achten. L.Raitz und Dennis Calis rennen sich im Angriff dabei die Füße wund.
Nachdem Keeper Florian Kalweit gegen den durchgebrochenen Vinicius Ribeiro Machado retten kann (18.), folgt schon im Gegenzug wieder ein gefährlicher Angriff des TSV. Auch bei einem 20m-Schuß von L.Raitz muss der FCA-Torwart aufpassen (23.). Die kurz darauffolgende 2:1-Führung Seckmauerns gleicht dem 1:1. Diesmal wird Maximilian Raitz im Strafraum dilettantisch gefoult und L.Raitz verwandelt wiederum sicher zum 2:1(26.).

 

In Folge muss man, ob der attraktiven und schnellen Spielweise der brasilianischen Ballzauberer, weiter um den TSV bangen. Aber je weiter das Spiel fortschreitet, umso sicherer werden die TSV-Abwehrketten, fast jede gelungene Aktion wird von den Zuschauern bejubelt, die Spieler pushen sich gegenseitig. Trotzdem ist die FCA-Offensive nicht immer in den Griff zu bekommen. Bei einem Freistoß von Thomaz muss F.Kalweit nachfassen (29.), dann fordert Thomasz einen Elfmeter, nachdem er im Strafraum beim Zweikampf zu Boden geht, aber Schiedsrichter Barbu (Ffm) läßt in  dieser strittigen Szene weiterspielen (35.). Insgesamt sind die Gäste am Ende nicht ganz zufrieden mit dem Unparteiischen, weil sie das robuste Verteidigen des TSV in manchen Situationen oft als Foulspiel ansehen. Aber der Schiedsrichter bleibt 93 Minuten seiner großzügigen Linie treu. Nach einem 25m-Hammer von Thomaz hat F.Kalweit keine Abwehrmöglichkeit. Es steht 2:2 (40.). Aber schon im Gegenzug kommt Seckmauern wieder gefährlich in des Gegners Hälfte. Als der FCA-Torhüter einen Abschlag zu seinem rechten Verteidiger spielt, spritzt L.Raitz dazwischen und erzielt aus 16m die erneute Führung Seckmauerns (42.). Mit dem 3:2 geht es in die Pause.

 

Die Kräfteverhältnisse ändern sich auch im zweiten Abschnitt nicht: Darmstadt dominiert die Begegnung, ist nur im Vorwärtsgang, Seckmauern geht aufopferungsvoll in die Zweikämpfe und muss weiter viel Laufarbeit verrichten. Aber der Aufwand lohnt sich, denn die Gäste kommen weiterhin zu keinen hochkarätigen Tormöglichkeiten. Gomez Guimaraes (51.) und Morais Dias (53.) vergeben Halbchancen. Die Nadelstiche, die der TSV weiter setzt, muten da weitaus gefährlicher. Dennis Calis vergibt nach 54 Minuten ein mögliches 4:2, ebenso in der 69.Minute. Mit der an den Tag gelegten kämpferischen Leistung Seckmauerns hat der Tabellenführer massive Probleme. Seckmauern bleibt für die Gäste von der ersten bis zur letzten Minute unbequem zu bespielen. Zweimal Gomez Guimaraes (59./62.), zweimal Ribeiro Machado (70./77.), Morais Dias (81.) und einmal Cordeiro Miranda Ferrari (90.) bringen das Runde aber einfach nicht in das Eckige. Der sich nach 71 Minuten selbst einwechselnde Trainer Elton da Costa (ExProfi bei Darmstadt 98) fällt nur durch zwei harmlose Freistöße und einer Ermahnung auf, weil er zweimal F.Kalweit beim Abschlag attackiert. Nach 93 Minuten ist das Spiel dann aus, Seckmauern hat dem FCA Darmstadt seine zweite Saisonniederlage beigebracht..

 

Vor der Begegnung spricht Trainer Albano Carneiro von einem Bonus-Spiel für seine Mannschaft. Aus dem Bonus-Spiel ist nun ein historischer Sieg über die Ausnahmemannschaft aus Darmstadt geworden. Chapeau, an alle Spieler des TSV Seckmauern und ein Hoch dem dreifachen Torschützen Leon Raitz.

 


 

20 tabelle fca(aus echo-online.de)

Gruppenliga: Seckmauern siegt beim Spitzenreiter
Der TSV Seckmauern zwingt in der Gruppenliga Tabellenführer FCA Darmstadt in die Knie. Auch Höchst ist erfolgreich.

Von Susanne Müller

 

ODENWALDKREIS - In der Fußball-Gruppenliga Darmstadt hat sich der TSV Seckmauern einen Überraschungssieg gegen Tabellenführer FCA Darmstadt gesichert. Zudem hat der TSV Höchst seine Durststrecke mit dem Sieg gegen den FC Fürth beendet.

 

TSV Seckmauern - FCA Darmstadt 3:2 (3:2). "Aufgrund der kämpferischen Leistung war der Sieg hochverdient. Die Jungs haben einen starken Kampf geliefert, hatten immer ein Bein dazwischen", freute sich Seckmauerns Pressesprecher Uli Wagner nach dem Überraschungscoup. In den 90 Minuten zuvor hatten die Gäste rund 80 Prozent Ballbesitz und klare spielerische Vorteile zu verzeichnen, kamen jedoch mit der Gegenwehr des TSV auf dem kleinen Kunstrasen nicht zurecht. Die erste Chance gehörte ebenfalls den Gastgebern, bei denen Nico Arnheiter an Torhüter Aldo Geronimo De Jesus Junior scheiterte. Nur eine Minute später traf Vinicius Ribeiro Machado nach einer schönen Kombination bereits zum 1:0 für die Gäste (6.). Aber Seckmauern antwortete: Leon Raitz wurde im Strafraum gefoult und trat selbst zu dem von Schiedsrichter Paul-Ioan Barbu (Offenbach) verhängten Strafstoß an - das 1:1 für den TSV (9.). In der Folge spielten zwar weiter die Gäste, doch Seckmauern setzte immer wieder Nadelstiche in der Offensive und beschränkte sich nicht nur auf die Defensivarbeit. So fiel auch das 2:1, das erneut Leon Raitz per Strafstoß nach einem Foul an Maximilian Raitz erzielte (26.). Doch auch der Tabellenführer legte noch mal nach: Raphael David Thomasz traf aus 25 Metern sehenswert ins Toreck (40.). Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte dann Leon Raitz mit seinem dritten Treffer, als er einen Fehlpass von Torhüter Junior abfing und aus 16 Metern das 3:2 erzielte (42.). Im zweiten Durchgang war zwar weiterhin Darmstadt im Vorwärtsgang, echte Großhancen kamen dabei aber selten zustande. Das lag vor allem an Torhüter Florian Kalweit, der stets zur Stelle war. Daran änderte auch die Einwechslung von Ex-Profi Elton Da Coste nichts. Der TSV hatte seinerseits das 4:2 mehrfach auf dem Fuß, konnte seine Chancen aber ebenfalls nicht mehr nutzen. So blieb es am Ende beim überraschenden, aber keineswegs unverdienten Seckmaurer Sieg.

 

FC Fürth - TSV Höchst 0:2 (0:0). Nach neun Spielen ohne Sieg konnte der TSV Höchst im wichtigen Duell beim Tabellenvorletzten aus Fürth mal wieder einen Dreier einfahren. Viele Torraumszenen bekamen die Zuschauer im ersten Durchgang allerdings nicht geboten, zumal beide Teams erst einmal um Ordnung bemüht waren. So wurde Höchst in der Anfangsphase vor allem durch Eckbälle gefährlich, die Daniel Simoes und Sebastian Geissler hereinbrachten. Allerdings fand sich in der Mitte nie ein Abnehmer. Die erste nennenswerte Chance aus dem Spiel heraus hatten schließlich die Gastgeber in Person von Lucas Oppermann, dessen Flachschuss an der Fußabwehr von Höchsts Schlussmann Moritz Weipert scheiterte. Die erste gute Höchster Torchance ließ zwar 35 Minuten auf sich warten, dafür hätte die Situation auch gleich das 0:1 bedeuten müssen. Nach einem Angriff über die linke Seite kam der Ball zu Karsten Specht der aus fünf Metern Torhüter Alexander Schneider anschoss. Kurz vor der Halbzeitpause war dann noch einmal Fürth im Vorwärtsgang, nach einer Flanke setzte Tim Gensel seinen Kopfball aber über das Tor. So pfiff Schiedsrichter Zanin Saleh Mustafa (Wiesbaden) die erste Hälfte torlos ab. Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste deutlich aktiver und hätten die Partie bereits binnen fünf Minuten entscheiden können. Zunächst spielte Kevin Seiler den Ball auf Leo Schnellbacher, der den Ball aber am langen Pfosten vorbeibeförderte. Nur zwei Minuten später tauchte Seiler selbst vor Torhüter Schneider auf, scheiterte mit seinem Versuch aber an Selbigem. Und schließlich hatte auch Emil Frühling reie Bahn, platzierte seinen Schuss aber zu zentral. In dieser Phase kam Fürth kaum zur Entfaltung - und Höchst legte nach: Einen Eckball auf Frühling nickte dieser per Kopf zum 1:0 ein (61.). Und nur eine Minute später legte Frühling auch das 2:0 nach, nachdem Seiler einen Konter eingeleitet hatte (62.). In der letzten halben Stunde verlagerte der TSV sein Spiel zumeist in die Defensive, wo sich die Gäste auf Keeper Weipert verlassen konnten. Zunächst parierte der Schlussmann einen Freistoß von Max Katzenmeier, dann klärte er einen verdeckten Schuss des gleichen Spielers per Flugparade. Zwischenzeitlich hatte Seiler einen Schuss von Gensel geblockt. Das 3:0 vergab schließlich Robin Hallstein freistehend, der ebenfalls Keeper Schneider anschoss. "Aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte geht der Sieg in Ordnung. Jetzt gehen wir hoffentlich mit mehr Selbstvertrauen ins letzte Spiel", sagte Höchsts Pressesprecher Jens Krätschmer.

 


 

Walldorf II gewinnt Derby gegen Nauheim
"Wir haben alles reingehauen": Nauheims Trainer Jonas Schuster trotz des 1:4 im Gruppenliga-Derby bei RW Walldorf II zufrieden.

Von Dirk Winterund Marc Schüler

 

WALLDORF/BÜTTELBORN - Walldorf/Büttelborn. Auf den Trikots der Walldorfer U23 stehen keine Spielernamen. Das Sporthemd mit der Nummer 20 sollte diesmal Davide Lombardi tragen - doch es war verschwunden. Erst nach längerer Suche wurde es gefunden. So aufregend wurde das Derby zwar nicht für den SV Rot-Weiß. Aber mit einer Manndeckung über die volle Breite des Spielfelds machten die Nauheimer dem Favoriten das Siegen schwer.

 

SV Rot-Weiß Walldorf II - SV 07 Nauheim 4:1 (2:1). Die Gäste, die trotz der Niederlage auf dem zwölften Tabellenplatz geblieben sind, führten nach vier Minuten sogar. SV-Trainer Jonas Schuster war deshalb nicht unzufrieden mit seiner Mannschaft. "Wir haben alles reingehauen, was wir haben", sagte Schuster. Er leitete das Team alleine an, da sein Kollege im Nauheimer Trainergespann, Markus Cube, verhindert war. "Das, was wir uns vorgenommen hatten, nämlich die Hürde für den Gegner sehr hoch zu legen, das haben wir geschafft", so Schuster. Auch nach dem Walldorfer 3:1 gaben sich die Gäste nicht auf. Yasin Kapucu boten sich binnen drei Minuten sogar zwei gute Chancen auf den Anschlusstreffer. Bedauerlich fand Schuster nur, dass sein Team drei Gegentore aus Standardsituationen, nämlich jeweils nach einer Ecke, kassierte.

Mit dem Pressing der Blau-Weißen hatte RWW-Trainer Ercan Dursun gerechnet: "Wir haben Nauheim mehrmals beobachtet", erklärte der Coach. Er habe deshalb ein schweres Spiel erwartet. Überrascht sei er von der Manndeckung gewesen. Wie seine Mannschaft diese Aufgabe löste, damit war Dursun nicht zufrieden. Sein Team hätten spielerisch schon bessere Leistungen in dieser bislang so starken Saison gezeigt, in der die U23 auf den zweiten Tabellenplatz gestürmt ist. Dass der Aufsteiger jetzt als erster Verfolger von Titelfavorit FCA Darmstadt in die Winterpause geht - die Rot-Weißen sind am kommenden Wochenende spielfrei -, hätten die RWW-Verantwortlichen nie und nimmer erwartet. Dursun sagte denn auch: "Mit dem bisherigen Saisonverlauf bin ich insgesamt superzufrieden." Nun aber sei die U23 froh, Pause zu haben und mal auf andere Gedanken kommen zu können.
SV Rot-Weiß Walldorf II: Spahn - Gürbüz, Bancheri, Karakas, Desiderio, Spamer, Moenke (55. Lombardi), Velosa (55. Nakamura), Zariouh (73. Levy), Enders (82. Chougourou), Janz (88. Zelelw).
SV 07 Nauheim: Hart - Demirkaya, Pfeffer, Yap, Stein, Kapucu, Bozikovic, Boomgaarden (80. Ergül), Staiger, Ilias Syah (84. Nuhn), Grossklos (59. Primus).
Tore: 0:1 Boomgaarden (4.), 1:1 Spamer (13.), 2:1 Bancheri (15.), 3:1 Nakamura (58.), 4:1 Karakas (76.).
Schiedsrichter: Reinhardt (Schmitten).
Zuschauer: 50.

 

SKV Büttelborn - FC Alsbach 3:1 (1:1). Ein Doppelschlag von Tim Lorenz und Sebastian Krieg kurz nach dem Wiederanpfiff reichte den Gastgebern, um Revanche für die 0:1-Hinspielniederlage zu nehmen, bei der die SKV über weite Strecken das bessere Team war. Dabei begann die Partie unglücklich für die Gastgeber. Tim Lorenz setzte eine hochkarätige Chance an den Pfosten, der Abpraller kam zu Issam Laghouali, doch dieser konnte sich am Ende selbst nicht erklären, wie er den Ball aus kurzer Distanz über das Tor hatte schießen können. Kurz darauf war es ein Fehlpass im Mittelfeld, den Alsbach zum Konter nutzte und Maurice Götz vollstreckte zum 0:1. Nachdem Laghouali in der achten Minute mit dem Ausgleich seinen Fehler wieder gutgemacht hatte, entwickelte sich eine hochklassige Partie. Beide Teams hatten ihre Chancen, zur Halbzeit stand es aber 1:1.

Nach dem Wiederanpfiff drängte wieder die SKV und war in der 51. Minute durch Tim Lorenz erfolgreich. Nach dem Treffer von Sebastian Krieg nur drei Minuten später war die Vorentscheidung gefallen. Büttelborn verteidigte clever und holte am Ende verdient drei Punkte.
SKV: Francioso - Wiesenäcker (66. Özcelik), Wicht, Krieg, Laghouali (75. Dilling), Ashibuogwu, Darrah (84. Darrah), Schek, Westermann (79. Grossmann), Basser, Lorenz
Tore: 0:1 Götz (4.), 1:1 Laghouali (8.), 2:1 Lorenz (51.), 3:1 Krieg (54.).
Schiedsrichter: Yannick Mondani (Kiedrich).
Zuschauer: 60.

 


 

FC 07 Bensheim zeigt Eintracht Bürstadt die Grenzen auf
Gruppenliga: Das letzten Spiel unter Interinstrainer Flamur Bajrami ist nicht von Erfolg gekrönt. TSV Auerbach und FSG Riedrode teilen Punkte, FC Fürth geht wieder leer aus.

Von Redaktion

 

BERGSTRASSE - Bergstraße (jz/eh/ü). Im letzten Spiel unter Interimstrainer Flamur Bajrami setzte es für Fußball-Gruppenligist Eintracht Bürstadt eine Heimniederlage gegen den FC 07 Bensheim. Die TSV Auerbach kam in einem weiteren Bergsträßer Derby gegen die FSG Riedrode zu einem 2:2, und der FC Fürth kassierte am Samstag im 16. Spiel die zwölfte Niederlage. Die Odenwälder bleiben abgeschlagen mit acht Zählern Vorletzter.

 

Eintracht Bürstadt - FC 07 Bensheim 1:3 (1:3). Karl-Heinz Göbel wird das Traineramt bei Eintracht Bürstadt ab sofort übernehmen, und der neue Coach konnte sich am Sonntag vor Ort schon mal einen Eindruck machen von seinem neuen Team. Doch was der erfahrene Fußballlehrer im letzten Spiel Bürstadts vor der Winterpase beobachtete, dürfte ihm nicht wirklich gefallen haben. Eintracht-Pressesprecher Christian Beckerle war wenig begeistert. "Das war nicht schön anzuschauen", sagte er zum Spiel der Eintracht, die gut startete, dann aber immer mehr schwächelte. "Am Ende sind wir überhaupt nicht mehr in die Spur gekommen", sagte Beckerle und sprach von einer enttäuschenden Leistung: "Wir haben uns viele Fehler im Spielaufbau erlaubt und waren dadurch oft in der eigenen Defensive gefangen. Das war nicht überzeugend - gut, dass es jetzt in die Winterpause geht."

Den zweiten Dreier in Serie für seine Nullsiebener bezeichnete Trainer Andy Zehnbauer als "hochverdient". Dem FC 07 gelang es immer wieder, mit weiten Bällen die Abwehrkette der Eintracht zu überspielen. "Wir hatten Chancen auf weitere Treffer", berichtete Zehnbauer. Die Eintracht fand gegen die stabile 07-Defensive um Abwehrchef Bastian Blüm keine Mittel. "Ein, zwei Halbchancen" für die Ried-Elf hatte Zehnbauer notiert: "Wir haben das Spiel kontrolliert." Die Gäste erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten, vergaben ein höheres Resultat. Die Bürstädter, die über die gesamten 90 Minuten enttäuschten, verhinderten unter anderem mit zwei Rettungstaten vor der Linie eine höhere Niederlage.
Tore: 1:0 Dushaj (5.), 1:1 Budimir (11.), 1:2 Köhler (17.), 1:3 Budimir (41.). - Schiedsrichter: Seif (Dorndorf). - Zuschauer: 80. - Beste Spieler: keine/Bastian Blüm.

 

TSV Auerbach - FSG Riedrode 2:2 (1:0). Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG, beobachtete ein zerfahrenes Spiel. "Wir haben Auerbach in der ersten Halbzeit zum Toreschießen eingeladen", sagte er. Und nach einem Konter der Auerbacher und einem Foul von FSG-Torwart Rico Ochsenschläger hieß es in der 45. Minute dann: Elfmeter für die TSV - Vebi Ferati traf. Doch Auerbach schwächte sich kurz danach selbst mit der Gelb-Roten Karte für Ferati wegen wiederholten Foulspiels (54.). Die FSG reagierte mit dem 1:1 durch Nils Schwaier (70.), offenbarte aber immer wieder Schwächen, so in der 73. Minute mit schlechtem Stellungsspiel in der Abwehr, welches mit einem Foul ausgeglichen wurde - 2:1 für Auerbach erneut nach einem Strafstoß. Den dritten Elfer des Tages verwandelte dann Schwaier, der kurz vor Schluss gefoult wurde, persönlich zum 2:2-Endstand. "Unser Selbstvertrauen war heute nicht so groß nach den vielen Niederlagen", sagte Göck. "Aber wir haben nicht viel zugelassen". Doch im Spielaufbau beobachtete der Sportliche Leiter dann doch viele Ballverluste.

Auf der anderen Seite war TSV-Coach Giuliano Tondo nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. "Am Ende hat uns die Cleverness und auch ein bisschen die Qualität gefehlt, um so ein Spiel zu gewinnen." Seine Kritik bezog Tondo auf die Entstehung der Ausgleichstreffer für Riedrode. Dem 1:1 ging ein unnötiger Freistoß voraus, dem 2:2 eine Regelwidrigkeit im Strafraum. "Beide Foulspiele müssen nicht sein", ärgerte sich der Trainer. Die nummerische Überlegenheit der FSG kompensierte Auerbach mit hohem läuferischem Aufwand. "Das haben die Jungs gut gemacht", lonte Tondo.
Tore: 1:0 Ferati (45., Foulelfmeter), 1:1 Schwaier (70.), 2:1 Türkyilmaz (73., Foulelfmeter), 2:2 Schwaier (87., Foulelfmeter). - Schiedsrichter: Maaß (Neuenhaßlau). - Zuschauer: 150. - Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Ferati (54., TSV) wegen wiederholten Foulspiels. - Beste Spieler: Terhart/Schwaier.

 

FC Fürth - TSV Höchst 0:2 (0:0). Es war wie so oft in dieser Saison: Die Odenwälder agierten auf Augenhöhe, belohnten sich am Ende aber wieder nicht. Mit einem Doppelschlag kurz nach der Pause sicherten sich die Gäste die Punkte: Routinier Christoph Eisenhauer schloss einen Konter in der 57 Minute erfolgreich ab, Kevin Seiler legte nur eine Minute später das 2:0 nach, als die Gastgeber weit aufgerückt waren. "Und dann wurde es schwer", sagte Sportmanager Frank Ester, der zwar gute Chancen für sein Team notierte, jedoch kein Tor. Max Katzenmeier traf nach einem Freistoß die Latte, Tim Gensel scheiterte zweimal nach einem Solo freistehend. "Ein Unentschieden war drin, aber jetzt stehen wir wieder ohne Punkte da", sagte Ester: "Wir brauchen jetzt die Winterpause und den Neustart".
Tore: 0:1 Eisenhauer (57.), 0:2 Seiler (58.). - Zuschauer: 80. - Beste FC-Spieler: geschlossene Leistung.

 


 

FCA Darmstadt kassiert gegen Aufsteiger zweite Niederlage
Beim 2:3 in Seckmauern fallen alle Treffer in der ersten Halbzeit. FC Alsbach verliert hektisches Spiel in Büttelborn und hadert mit zwei nicht aberkannten Treffern.

Von Michael Sobota

 

SÜDHESSEN - Südhessen. In der Fußball-Gruppenliga Darmstadt hat Tabellenführer FCA Darmstadt beim 2:3 in Seckmauern die zweite Saisonniederlage bezogen. Der FC Alsbach unterlag in Büttelborn mit 1:3 Toren.

 

TSV Seckmauern - FCA Darmstadt 3:2 (3:2). Der überlegene Tabellenführer FCA Darmstadt fand beim Aufsteiger zum zweiten Mal seinen Meister in dieser Saison. Kurios, dass alle fünf Tore in der ersten Halbzeit fielen. Machado (6.) hatte Darmstadt planmäßig schnell in Führung gebracht. Doch nur Minuten später konnte Leon Raitz (9.) per Foulelfmeter den Ausgleich für die Odenwälder erzielen. Erneut ein von Leon Raitz getretener Foulelfmeter (26.) brachte den TSV mit 2:1 in Führung. Darmstadts Bemühungen um den Ausgleich belohnte Thomaz (40.) mit dem Treffer zum 2:2. Im Gegenzug war es abermals Leon Raitz, der einen erneuten schlimmen Darmstädter Abwehrfehler mit dem 3:2 für die Gastgeber bestrafte. Nach der Pause mühte sich Darmstadt gegen aufopferungsvoll kämpfende Odenwälder, die mit Glück und Geschick den Vorsprung über die Zeit retteten. "So was passiert halt mal", kommentierte Darmstadt Sportlicher Leiter Luca Bergemann das Ergebnis.

 

SKV Büttelborn - FC Alsbach 3:1 (1:0). "Wir waren heute nicht gut und clever genug, um das Spiel zu gewinnen", meinte Alsbachs Trainer Steffen Gils. Die Partie begann furios, weil Götz (4.) die Gäste schnell in Führung brachte. Doch es sollte Alsbachs einziger Treffer bleiben und schon kurze Zeit später gelang Büttelborn durch Laghouali (9.) der Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein zähes und hektisches Spiel, in dem beide Mannschaften kaum zu Torchancen kamen. Viel diskutiert wurde über die Aberkennung eines Treffers von D'Addona wegen vermeintlicher Abseitsstellung. Zwei krasse Abwehrfehler nach der Pause führten zu einem Doppelschlag von Büttelborns Lorenz (51.) und Krieg (54.). Alsbach steckte nicht auf und berannte das Büttelborner Tor. Es fehlte aber an guten Ideen und Durchschlagskraft, um die Partie drehen zu können. Auch einem Treffer von Alsbachs Dinyer kurz vor dem Abpfiff wurde die Anerkennung verweigert.

 

 

 

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