TSV Seckmauern 1912 e.V.

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Der Lauf der Zeit bringt es mit sich: Schritt für Schritt verabschieden sich die Spieler der „Millenium-Generation“ aus der Mannschaft des TSV Seckmauern. Nach Marcus Krejtscha (2014, Karriereende) und Manuel Seifert (2014, aktuell Spielertrainer beim KSV Haingrund) beendet nun auch Markus Schäfer seine aktive Zeit beim TSV. Am Sonntag, dem 31.07.16, wurden im Rahmen des Wochenturniers vor dem Spiel gegen den TSV Lengfeld seine Verdienste um den Verein von Fußballabteilungsleiter Michael Hartmann gewürdigt.

 

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Schäfer wird dem Fußball über die „Alte Herren“-Mannschaft jedoch weiterhin erhalten bleiben. Von daher könnte er, nicht nur theoretisch, dann auch noch das ein oder andere Mal bei den Senioren aushelfen und zwischen den Pfosten stehen, falls einmal Not an Torhütern sein sollte. Diesem Ernstfall steht der mit dem Verein eng verbundene, fußballverrückte Sportler natürlich offen gegenüber. Trotz allem: die Nägel hängen schon und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er endgültig die Fußballschuhe und, in seinem Fall, zusätzlich die Handschuhe, dranhängt.

 

DSC 0805Markus Schäfer, alias „kleiner Grobbe“, „Grobbe“ oder auch „Magnet“ genannt, startete seine Seniorenkarriere in der Saison 2000/01 in der A-Liga Odenwald. In dieser Saison kassierte der TSV als Tabellensechster die zweitwenigsten Gegentore. Im Jahr darauf holte sich Schäfer seinen ersten Titel, natürlich zusammen  mit seinen Spezies Krejtscha und Seifert: Nach einem 2:0 Sieg in Nieder-Kainsbach wurde der TSV A-Liga Meister. Liest man sich den Artikel des „Odenwälder Echos“ vom 13.05.02 durch, konnte man schon erahnen, welche Spieler den TSV in den folgenden Jahren prägen sollten: „Dem 0:1 durch Manuel Seifert (60.) ließ Markus Krejtscha wenig später das 0:2 folgen (65.). […] doch Seckmauerns Keeper Markus Schäfer bereinigte mit guten Reaktionen einige brenzlige Situationen […]“.

 

Auch fünf Bezirksliga-Jahre und unzählige Paraden später hütete Schäfer immer noch das Tor des TSV und gehört damit auch zu den Meisterschaftshelden der Saison 2006/07. Unter dem damaligen Trainer Holger Strothmann schaffte dieses Team den größten Erfolg der jüngeren TSV-Geschichte: den Aufstieg in die Gruppenliga.

 

Markus musste sich in seiner Karriere oft neu beweisen. Ständig dem Konkurrenzdruck ausgesetzt und von einigen schon oft in den 1b-Kader „abgeschrieben“, stellte er immer wieder seine Klasse und sein Können unter Beweis und behauptete über viele Jahre seinen Stammplatz in der „Ersten“.

 

In seiner letzten Saison, der Saison 2015/16, ließ es Schäfer dann gemächlicher angehen, stand größtenteils für die 1b auf dem Feld. Doch durch einige Einsätze in der ersten Mannschaft hatte er auch hier seinen Beitrag zur zwar nicht meisterlichen, aber erfolgreichen Saison und dem erneuten Aufstieg in die Gruppenliga Darmstadt beigetragen. Sein vorerst letztes, aktives Spiel endete leider im Relegationsspiel gegen den SV Beerfelden mit dem Abstieg der "Zweiten" in die B-Liga Odenwald. Trotzdem endete die Saison für ihn persönlich mit einem Happyend: wenige Tage nach dem Spiel heiratete er seine langjährige Freundin Lisa.

 

tuerk breuberg 20160516 hochzeitUnterwegs bei ihrem Jungesellinnen-Abschied "besucht" Lisa ihren Markus während des Spiels gegen Türk Breuberg.

 

Auch außerhalb des Sportplatzes war Markus Schäfer für den Verein aktiv. So war er unter anderem mehrere Jahre Teil des TSV-Vorstands und zudem Hauptorganisator der legendären Hawaii-Partys. Er prägte durch seinen Charakter, sein Auftreten und seine Paraden mehr als ein Jahrzehnt den Verein und wird auch zukünftig ein wichtiger Teil davon bleiben.

 

 

Stimmen alter Mannschaftskameraden zu Markus Schäfer:
 
Marcus Krejtscha: „Mit Markus bin ich damals aus der Jugend zu den Senioren gekommen. Wir hatten in der Jugend schon eine tolle Zeit, aber was dann kam hat wahrscheinlich keiner von uns beiden gedacht. Es war eine super Zeit, die ich mit Markus auf dem Platz und außerhalb des Platzes erleben durfte. Markus war als Spieler immer ein Vorbild, wenn man sah, mit welchem Ehrgeiz er in die Spiele ging. Man konnte sich immer auf Ihn verlassen. Ich würde gerne mal wissen, wieviel Punkte er uns damals mit seinen unglaublichen Reflexen gerettet hat, das bewundere ich bis heute noch. Ich wünsche meinem Freund für die Zukunft nur das Beste und freue mich auf ein neues TSV-Kapitel mit ihm bei den Alten Herren.“
 
Benjamin Löffler: „Markus war für mich immer ein Torwart der nicht 100% gegeben hat, sondern 150%. Er hat Paraden gezeigt, bei denen viele Leute nur gestaunt haben. Wenn man ihn gebraucht hat, war er da.“
 
Manuel Seifert: „Markus war für mich nicht nur einer der besten Freunde, sondern auch der beste Torhüter im Odenwaldkreis! Wir haben zusammen alle Höhen und Tiefen im Fußball mitgemacht. Unvergesslich natürlich die zwei Jahre Gruppenliga in der er maßgeblichen Anteil daran hatte, dass wir im ersten Jahr die Klasse gehalten haben und im zweiten Jahr bis zum Ende die Hoffnung nie aufgaben, dass der Klassenhalt noch möglich ist. Ich wünsche ihm sportlich sowie privat alles erdenklich Gute und hoffe, dass wir in der AH noch viele schöne Spiele zusammen absolvieren werden.“
 
Florian Kislinskiy: „Nach Marcus Krejtscha und Manuel Seifert beendet also die nächste Kultfigur des TSV seine aktive Karriere. Mein Keeper… alias der Magnet… hatte uns nicht nur vor vielen Gegentreffern bewahrt, sondern hat stets auch die gegnerische Mannschaft beeindruckt. Haben die Gegner noch vor dem Spiel über die Statur von ihm geschmunzelt, so sind sie doch stets nach dem Spiel auf ihn zugekommen und haben ihm für seine grandiose Leistung gratuliert. Markus ist nicht nur menschlich ein ganz feiner Kerl, auf den man sich immer verlassen kann, sondern auch nach all den Jahren immer noch ein wertvoller Freund für mich. Markus, ich wünsche Dir viel Spaß bei deinen neuen Aktivitäten rund um den Ball und hoffe, dass du vielleicht irgendwann mal dein Können an jüngere Torhüter weitergeben möchtest.
Gruß, Dein Flo Kislinskiy“
 
Benjamin Bertholdt: „Mit Markus, in Freundes- und Mannschaftskreisen einfach „Grobbe“ oder „Magnet“ genannt, verlässt für mich einer der besten und vor allem konstantesten Keeper im Odenwaldkreis die aktive Bühne. Auf Grund seiner stattlichen Erscheinung vor dem Spiel öfters mal belächelt, nach dem Spiel vom Gegner respektiert und nicht selten mit Applaus verabschiedet. So ging es vielen Gegnern in x-Spielen von der A-Liga über die Bezirksliga bis hin zur Gruppenliga, in denen der Magnet stets seine Klasse unter Beweis gestellt hat und dem TSV so manchen wichtigen Punkt zum Aufstieg oder Klassenerhalt gesichert hat.“


 Mirco Olt: „Als ich vor vielen Jahren nach Seckmauern kam war er sofort ein guter Kumpel. Wir waren gleich auf einer Wellenlänge und haben einiges außerhalb des Platzes unternommen. Auf dem Platz haben wir damals auch einige Spiele bestritten. Die damalige Meisterschaft war der krönende Erfolg, den wir zusammen gefeiert haben. Es ist einfach unvergesslich und ich erinnere mich an eine tolle Zeit. Markus wird immer ein sehr guter Freund für mich bleiben. Aber es beginnt sicherlich bald eine genauso tolle Fußballzeit in der AH.“
 
Christian Stapp: „Als ich 2005 vom FC Rimhorn nach Seckmauern kam, hatten Markus und ich ziemlich „spezielle“ Meinungen voneinander. Aber als wir uns besser kennen lernten, haben wir uns sehr schätzen gelernt und es ist eine sehr große Freundschaft entstanden, die einen Höhepunkt fand, als ich sein Trauzeuge sein durfte. Sportlich wie privat haben Markus und ich alle Höhen und Tiefen durchgemacht. Ich wünsche Markus alles erdenklich Gute für die Zeit nach dem Fußball. Da ich ja auch nicht mehr aktiv die Fußballschuhe schnüre, können wir jetzt von Draußen das ganze beobachten und uns das ein oder andere Bierchen gönnen.“