TSV Seckmauern 1912 e.V.

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(aus echo-online.de)

Kirchweih: Seckmaurer beleben ihre Kerb mit der obligatorischen Rede

Gab sein Bestes: Kerbvadder Simon Hillerich nahm in Seckmauern auf der Leiter Platz, um seine Anekdoten zu präsentieren. Foto: Gabriele Lermann Zwei Tage lang wurde am Wochenende in Seckmauern die Kerb gefeiert, das bunte Programm hatten die Ortsvereine zusammengestellt. Einer der traditionellen Kerbbräuche, der Kerbspruch, hat inzwischen auch in Seckmauern wieder Fuß gefasst. Am Sonntag lauschten die Besucher aber zunächst gebannt den örtlichen Anekdoten, präsentiert von Kerbvadder Simon Hillerich und seinen Kerbburschen Christian Verst, Gabriel Hartmann und Marcel Martin.

Noch gut in Erinnerung geblieben ist jene Geschichte um die Fußballer des TSV, die, um jede Gefahr zu bannen, einen privaten Sicherheitsdienst für ihre große Party eingestellt hatten. Hochstimmung habe bis nach Mitternacht geherrscht, dann machten es sich ein paar müde Zeitgenossen auf dem Heizkörper bequem. Dieser hielt nicht lange stand und brach aus der Wand. Für den Sicherheitsdienst natürlich Grund zum Handeln. ,,Gas, Gas", mit diesem Warnruf wurden die Gäste in Panik aus dem Haus gejagt. Drinnen hingegen, erläuterte der Kerbvadder, plätscherte es hingegen nur: Aus Öl-Zentralheizungen läuft nun mal nur Wasser.

Einem ehemaligen Seckmaurer sei dagegen die nächtliche Taxifahrt nicht bekommen. Nach feucht-fröhlichen Stunden in Michelstadt nötigte er den Taxifahrer zu einer Pinkelpause. Diese endete, wieso auch immer, mit den Lippen an den Leitplanken.

Zurück Richtung Erbach habe es dann gehießen, Nadel und Faden im Krankenhaus waren gefragt. Der gleiche ehemalige Seckmaurer sei es auch gewesen, der Monate später aus Sicherheitsgründen kein Taxi rief und es vorzog, im offen gelassenen Cabrio des örtlichen ,,Königs der Fleischwurst" zu nächtigen. Der ,,goldene Metzger" habe den frierenden dann morgens heim nach Lützel-Wiebelsbach gebracht und vermutlich künftig sein Verdeck öfter zugemacht.

Mit Ereignissen wie diesen unterhielten der Kerbvadder und seine Runde, wie üblich in Reim und Dialekt, bevor mit den ,,Sixties" auf dem Festplatz weiter gefeiert wurde.