TSV Seckmauern 1912 e.V.

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Ein Torjäger sagt leise Servus


krejtscha verabschiedung juli2014Fußballabteilungsleiter Michael Hartmann (re) überreicht Marcus Krejtscha bei seiner Verabschiedung während des Wochenturniers 2014 ein von seinen Mannschaftkameraden unterschriebens Trikot.Als er am 27.Juli 2014 vor dem Freundschaftsspiel gegen TuS Röllbach von Fußballabteilungsleiter Michael Hartmann verabschiedet wurde, war es offiziell: Marcus Krejtscha hatte seine aktive Seniorenlaufbahn beendet. Mit Krejtscha verliert der TSV nach fast 15 Jahren nicht nur einen seiner erfolgreichsten Torjäger, sondern auch eine große Persönlichkeit innerhalb der Mannschaft und des Vereins. Der Entschluß von ihm, aufzuhören, kam allerdings nicht ganz freiwillig, gerne hätte der Vollblutfußballer noch „einige Jahre drangehängt“. Doch zu oft wurde er in den letzten Jahren durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Verletzungen, die stets wieder aufbrachen und ihn an seinem kraftraubenden Spiel hinderten. Krejtscha bleibt dem Verein jedoch erhalten.

Er verläßt den Seniorenbereich in Richtung „Alte Herren“ und wird, wenn es ihm möglich ist, dort dem runden Leder nachjagen. Ferner betreut er seit dieser Saison die G-Jugend beim TSV Seckmauern.

 

 

Marcus Krejtscha war einer der  vielen guten Spieler der „Millenium-Generation“, die sich ab dem Jahr 2000/01 anschickten, für den TSV Geschichte zu schreiben – und dies dann auch taten.  Krejtscha war maßgeblich an der positiven Entwicklung des TSV der letzten 15 Jahre beteiligt. Zusammen mit z.B. Manuel Seifert, Markus Schäfer, Benjamin Löffler usw. prägte er über mehrere Jahre das Spiel Seckmauerns und wurde eines der Gesichter der Mannschaft.
Zu Beginn seiner Karriere im Seniorenbereich erzielte der damals 20jährige 22 Tore in 26 Spielen, schoss damit den TSV als Meister in die Bezirksliga. Was sich in der Aufstiegssaison schon andeutete, setzte sich so in den nächsten Jahren konsequent fort: solange er gesund war, stand mit ihm ein Garant für Tore auf dem Platz. Unter anderem erzielte der Torjäger in der Saison 2005/06 in der Bezirksliga 20 Tore in 26 Spielen, in der Saison zuvor waren es 19 Tore.

 

 

 

 

 

 

21 ts krejtscha verletzung18.03.2007: Krejtscha bricht sich in Ober-Roden das Schien- und Wadenbein.Die Saison 2006/2007 sollte dann zum Höhepunkt für diese Fußballergeneration werden, als man als Meister in der Bezirksliga den Aufstieg in die Gruppenliga schaffte und sich dort zwei Jahre lang halten konnte. In dieser Aufstiegssaison erzielte Marcus in 19 Spielen 14 Tore, bevor er sich am 18.03.2007 im Auswärtsspiel bei TS Ober-Roden einen Schien- und Wadenbeinbruch zuzog. Möglicherweise war dies der Knackpunkt in seiner Karriere und Auslöser für die vielen nachfolgenden Handycaps.

 

Sein Comeback und ersten Auftritt in der Gruppenliga feierte er fast genau ein Jahr später, am 24.03.2008, bei einem 0:0 gegen RW Walldorf. In den verbleibenden 11 Gruppenligaspielen schaffte er es noch auf sechs Tore. Als es ein Jahr später, trotz einer guten Punkteausbeute in der Gruppenliga, wieder in die Bezirksliga ging, erzielte er 12 Tore.

 

Trotz seinem sportlichen Können und den Torjägerqualitäten blieb Marcus Krejtscha bodenständig, hob nie ab, war als fairer Sportler anerkannt. Angebote anderer Vereine, die er in seiner Glanzzeit erhielt, waren ihm nicht wichtig. Wichtig für ihn war ein harmonisches Vereinsleben, seine Kumpels, Freizeitspaß.

 

 

 

 

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Doch wer könnte seine Karriere besser beschreiben als die Leute, die sie mit ihm erleben durften:

 

Holger Strothmann (Aufstiegstrainer in die Gruppenliga):
Wenn früher ein Fußballer in „Was bin ich?“, dem heiteren Ratespiel bei Robert Lemke, als typische Handbewegung die Ärmel hochgekrempelt, in die Hände gespuckt oder den Ellenbogen angewinkelt hätte, flankiert womöglich noch von einem gestreckten Bein unter dem Tisch, wäre er dann
 
a.) Torhüter

b.) Spielmacher oder

c.) Mittelfeldspieler gewesen?
Richtig ist Antwort d): klassischer Mittelstürmer, Spezialkommando “Tore schießen“.


Genau das zeichnete Marcus Krejtscha über Jahre hinweg beim TSV Seckmauern aus und so wird man Ihn auch in Erinnerung behalten, auch wenn er zu meinem Bedauern seine aktive Fußballerkarriere zwischenzeitlich beendet hat und in Ehren verabschiedet wurde.

 

Bereits bei meiner ersten Trainertätigkeit 2005 in Seckmauern war ich nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten und Testspielen überrascht, was dieser Klotz von Mittelstürmer mit dem Ball alles anstellen konnte. Markus war auf dem Platz  körperlich sehr präsent, hatte den großen Vorteil, dass er beidfüßig agierte, was ihn für den Gegner vor dem Tor unberechenbar machte und welches sich auch in seiner enormen Torquote wiederspiegelt. Bereits in meiner ersten Saison als TSV-Trainer hatte Marcus sich mit dem BOL Aufstieg ein Ziel gesetzt, für das er sich im Training und Spiel mit großer Willensstärke begeisterte. Für mich war es immer eine Freude, mit solch einem Spieler, der auch neben seinen fußballerischen Fähigkeiten tolle Charaktereigenschaften aufwarten konnte, zusammen zu arbeiten.
In negativer Erinnerung bleibt natürlich seine schwere Verletzung im Meisterschaftsjahr am 18.03.2007, als wir in Ober Roden 3:4 verloren und Marcus sich damals einen Schien-und Wadenbeinbruch zuzog. Bis dahin hatte Marcus eine großartige Saison gespielt und einen großen Teil dazu beigetragen, dass wir damals den Meistertitel erringen konnten.
Trotz seiner  Verletzungsmisere, die einfach nicht abriss und die ich zum Teil bei meinem zweiten Engagement in Seckmauern live miterleben musste, spricht es für Marcus, dass er nie aufgesteckt hat und sich immer wieder durch unglaubliches Engagement und Willen heran gekämpft hat. Dass Marcus in meinen letzten Spielen als TSV-Coach nochmal den Sprung in den 1a Kader geschafft hat, habe ich natürlich mit Freude wahrgenommen.
Ich wünsche Marcus, dass er dem Fußball verbunden bleibt, und seine Erfahrung irgendwann mal an die Jugendlichen des Vereins weitergibt. Dass Marcus privat wie sportlich seinen weiteren Lebensweg erfolgreich bestreitet, davon bin ich überzeugt und wünsche es ihm von Herzen.
 

Christian Thiel (Mitspieler):
„Marcus war und bleibt ein super Kerl, sportlich und privat. Er hat mir, als ich zum TSV gekommen bin, immer geholfen und hat immer zugehört, wenn man Probleme hatte. Als Sportsmann hat er immer 100% gegeben – einfach klasse.“
 
Benjamin Löffler (Mitspieler):
„Als ich aus der Jugend rausgekommen bin war er mein erster Sturmpartner. Der Krejtscha-Löffler-Sturm mischte im ersten Bezirksligajahr die Liga ordentlich auf. Traf der eine nicht, hat der andere getroffen. Marcus war immer ein sehr ehrgeiziger Stürmer und wollte immer gewinnen. Durch seinen robusten Körper hat er die Gegner sehr oft schlecht aussehen lassen. „Krejtsch“ erzielte immer sehenswerte Tore. Mir fällt spontan der 1:0 Siegtreffer in der Gruppenliga gegen DJK/SSG Darmstadt ein. Ein Fallrückziehertor von der Sechszehnerlinie durch „Krejtsch“. Er war jemand, an dem man sich immer hochziehen konnte.“
 
Christian Stapp (Mitspieler)
„Marcus war ein Vollblut-Fußballer mit einer immer perfekten Einstellung. Ein super Typ auf den man sich auf dem Fußballplatz immer verlassen konnte. Sein Fallrückziehertor in Darmstadt werde ich nie vergessen.“
 
Markus Schäfer (Mitspieler):
„Krejtsch und ich haben auf dem Platz sowie auch außerhalb des Platzes viele wunderschöne Dinge erlebt. Mir wird alles in Erinnerung bleiben und wir werden in Jahren noch davon erzählen können. Ich bedauere sehr, dass mein Freund uns leider schon verletzungsbedingt verlässt. Er war ein Spieler, der immer den Unterschied gemacht hat. Ein echter Kämpfer und Führungsspieler… wir konnten uns immer auf seinen Torriecher verlassen!!! Bis bald zu neuen Taten in der AH.“
 
Florian Canbolat (Mitspieler):
„Marcus war maßgeblich daran beteiligt in Seckmauern Geschichte zu schreiben. Dank ihm und seinen Toren sind wir damals in die Gruppenliga aufgestiegen und, womit keiner gerechnet hätte, konnten sogar den direkten Wiederabstieg vermeiden. Es war überragend, mit Marcus im jungen Alter zusammen im Sturm aufzulaufen. Knapp 30 Tore hatten wir zusammen erzielt…“
 
Benjamin Berthold (Mitspieler und Trainer):
„Marcus Krejtscha… mit dem ich leider mehr Minuten in geselliger Runde als auf dem Fußballplatz verbracht habe (*lacht*). Für mich ein Inbegriff und die Verkörperung der TSV-Fußball-Philosophie. Immer bereit im Spiel alles zu geben und weder sich noch den Gegner zu schonen. Nicht immer mit großer technischer Finesse, aber dafür mit vollem Einsatz dabei. Unvergessen unsere gemeinsame Zeit im Seniorentrikot des TSV, als wir auch dank seiner Tore im ersten Jahr Gruppenliga nach einer überragenden Rückrunde den Klassenerhalt schafften. Gern erinnere ich mich an diese super Zeit beim TSV, in der der Sport und das Außenherum einfach stimmig waren und wir auch dank Marcus („Party like a Rockstar“) des öfteren Grund zum Lachen und Köpfe schütteln hatten“
 
Manu Seifert (Mitspieler, Kapitän und Trainer):
„Marcus Krejtscha, ein Goalgetter des TSV Seckmauern, der seinesgleichen sucht. Ein Spieler, der für den Erfolg der Mannschaft alles andere hinten anstehen ließ. Außerdem ein Kameradschaftstyp, der für jeden Spaß zu haben war und immer noch ist. Zusammengefasst, Marcus Krejtscha und Fußball ist gleich Erfolg.“
 
Florian Kislinskiy (Mitspieler):
„Die Zeit, die ich zusammen mit Marcus beim TSV Seckmauern verbracht habe, zählt zweifellos zu den schönsten meiner Fußballerjahre. Wir hatten eine tolle Gemeinschaft und einen einmaligen Zusammenhalt. Dass der TSV Seckmauern seit Jahren zu den erfolgreichsten Vereinen im Odenwald gehört, ist zwar nicht nur der verdienst von Marcus, aber er hat maßgeblich dazu beigetragen. Danke, Marcus, für die vielen schönen Momente, die ich gemeinsam mit dir als Fußballer des TSV verbringen durfte... Eine Ära geht zu Ende!“